Auszeichnungen

Ortsporträt

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Feldflur

Der Lehrweg

Die Virger Feldfluren sind aufgrund ihrer Einzigartigkeit in den Ostalpen sehr bekannt geworden. Trotzdem findet hier kein Massentourimus statt, sonder Beschaulichkeit inmitten der Natur. Die Sonderstellung diese Kulurgutes forderte dazu auf, interessierten Freunden der Natur die ökologischen Feinheiten und Zusammenhänge in dieser Heckenlandschaft durch einen Lehrweg näherzubringen. Auf einer Weglänge von 3 km führen 11 übersichtlich gestaltete Schautafeln durch diesen uralten Kultur- und Naturraum.

Weg der Sinne

Vor einigen Jahren wurde der Flurgehölze-Wanderweg zum "Ersten österreichischen Blindenwanderweg" adaptiert. Es entstand im wahrsten Sinne des Wortes ein "Wanderweg der Sinne". Frische Luft, Stille und Erholung, aber auch viele geräusche, Düfte und Eindrücke begleiten den Wanderer. Am Wegesrand eröffnen Erlebnisstationen unerwartete Einblicke in die Geschichte und Sinneswelt der Feldflur.



Walkingarena Virgental Die Walking- und Laufarena Virgental umfasst 50 km auf 8 markierten Rundstrecken in unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden - für alle ist etwas dabei!

Das sehr attraktive Streckennetz erstreckt sich in allen Tallagen über das gesamte Gemeindegebiet, auch über die Grenze bis nach Prägraten. Zwei Startpunkte und ein ausgeklügeltes Beschilderungssystem ermöglichen die exakte Orientierung und verleihen dem Streckennetz eine klare Übersicht.

Durch die verschiedenen Charaktere der Strecken sowie durch den unterschiedlichen Untergrund wird Abwechslungsreichtum geboten, so ist von der Einsteigerrunde bis zur anspruchsvolleren Runde für jeden das Richtige dabei. Auch heimische Gastbetriebe werden eingebunden.

Im Informationsbüro Virgen, beim Adeg in Virgen und in den Sommermonaten auch im Schwimmbadbuffet können Walkingstöcke gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

Hier finden Sie den ausführlichen Infofolder.


Feldflur (Foto:Walter Berger)

Erster österreichischer Blindenwanderweg durch die Virger Feldflur

Seit einigen Jahren hat das Wandern in Virgen eine neue Dimension erhalten: Gemeinsam mit der Verwaltung des Nationalparks Hohe Tauern und dem Tiroler Blindenverband wurde der "Flurgehölze-Wanderweg" - ein Rundwanderweg entlang von alten Hohlwegen, Trockensteinmauern, Hecken und Bäumen zum "Ersten österreichischen Blindenwanderweg" adaptiert. Es entstand im wahrsten Sinne des Wortes ein "Wanderweg der Sinne".

Dieser Wanderweg ist ein wahres Kleinod: Ein Lehrwanderweg mit einer Länge von 2,5 km (ca. 2 1/2 Stunden Gehzeit) mit Schautafeln. Er führt durch uralten bäuerlichen Kultur- und Naturraum, macht die ökologischen Feinheiten und Zusammenhänge verständlich und ermöglicht durch die Artenvielfalt von Flora und Fauna ein Erlebnis Natur pur. Der gesamte Weg der Sinne ist mit Leiteinrichtungen für Blinde und hochgradig Sehbehinderte adaptiert; in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverband wurde auch ein Tonträger erstellt, der Hörinformationen zum Wegverlauf, zur umgebenden Landschaft und zu den einzelnen Erlebnisstationen enthält. Das Leitmotiv des Blindenwanderweges stellt einen Schmetterling dar. Im Virgental hat sich eine bemerkenswerte Artenvielfalt erhalten. Hier wurden drei bisher unbekannte Schmetterlingsarten entdeckt.




 

Gedenken

 

1914 bis 1945 - Die Weltkriege

Als Italien 1915 Österreich den Krieg erklärt, werden die südlichen Grenzen Osttirols Kampfgebiet. Osttiroler Standschützen verteidigen ihr Land unter härtesten Bedingungen, insbesondere vom Karnischen Kamm bis zum Monte Cristallo. Die wehrpflichtigen Virger dienen vor allem in den Kaiserjägerregimentern, 42 Männer finden als Soldaten den Tod.

1938, nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wird auch die Virger Bevölkerung in die nationalsozialistischen Organisationen eingebunden.

Aus dem Kriegsdienst kehren mehr als 60 Virger nicht mehr zurück. Der Ort selbst bleibt von Kriegsereignissen verschont.



1169547644 1925 - Erstes Kraftwerk am Virger Bach

Einige Private nehmen die Elektrifizierung des Dorfes in Angriff und bauen ein Kraftwerk am VIrger Bach.


Straßenbau

1928 - Eine Straße bis Virgen

Von 1924 bis 1928 wird eine 3 m breite Straße von Matrei nach Virgen gebaut. Eine private Kraftwagengesellschaft übernimmt den Omnibusverkehr.

Die Straße nach Prägraten wurde am 24. Juni 1933 eröffnet.



 

Film

1929 - Virgen, das Hollywood von Osttirol

In den Dreißigerjahren wird Virgen mehrmals als Drehort für Filmaufnahmen gewählt. Die Außenaufnahmen für den ersten deutschsprachigen Tonfilm "Der unsterbliche Lump" werden 1929 im damals noch sehr abgeschiedenen Virgental gedreht.

Daraufhin werden insgesamt sechs Filme, wie "Der Weibsteufel", "Die Magd von Heiligenblut", "So gefällst du mir", "Konzert in Tirol" und "Der schönste Tag in meinem Leben" gedreht. Viele Virgerinnen und Virger sind als Statisten beschäftigt und verdienen gut, ohne sich sonderlich anzustrengen.



Brand in Mitteldorf 1933 und 1934 - Brände in Mitteldorf

1933 wird fast der gesamte Ort eingeäschert, nur sieben Häuser bleiben verschont.

1934 brennt es in Mitteldorf neuerlich, weitere vier Häuser werden ein Raub der Flammen.


Wildbachverbauung 1945 - Der Nilbach zerstört zwei Wohnhäuser

Im August zerstört eine Mure im Nilbach die Pulverer Häuser, einige andere Gebäude, sämtliche Mühlen und Brücken. Dabei kommen vier Personen ums Leben.

Die ab den späten 40er-Jahren einsetzende Wildbachverbauung an allen Seitenbächen führt zu einem wirksamen Schutz der Siedlungen.


 

Kraftwerk

 

1950 - Planung großer Projekte

Seit den Fünfzigerjahren werden immer wieder große Projekte geplant:

Das größte Speicherkraftwerk Österreichs mit einem Stausee im Kalser Dorfertal und der Ableitung der Isel und der nordseitigen Virger Bäche und ein großes Gletscherschigebiet am Großvenediger beschäftigen durch Jahrzehnte die Politiker des Tales. Zugleich soll auch der Nationalpark Hohe Tauern in derselben Region verwirklicht werden. Die Diskrepanz zwischen Ausbau und Erschließung einerseits und Naturschutz auf der anderen Seite beschäftigen die Bevölkerung in hohem Maße und führt zu jahrelangen scharfen Diskussionen.

Schließlich wird das Gletscherschigebiet von der Landesregierung abgelehnt, das Kraftwerk von der Bundesregierung als unnotwendig erachtet und damit ist der Weg zum Nationalpark frei.



Hochwasser

1965 und 1966 - Hochwasser in Osttirol

In diesen beiden Jahren wird Osttirol von dramatischen Hochwasserkatastrophen betroffen.

Die Straße von Matrei nach Virgen wird gänzlich zerstört, in unserem Gemeindegebiet halten sich die Schäden aber in Grenzen. Der Mullitzbach bedrohte den alten Mühlingerhof und die Isel überflutete fünf Häuser in Gries.



 

Hauptschule

 

1969 - Virgen wird Hauptschulstandort

Bürgermeister Johann Leo setzt den Bau einer Hauptschule für das Virgental durch, die im Herbst 1969 eröffnet wird.

Die alte Volksschule - das heutige Vereinshaus - wird unter Bürgermeister Johann Bstieler 1951 - 1954 gebaut, 1978 wird die neue Volksschule bezogen.

In den Jahren 2003 bis 2006 werden von Bürgermeister Ing. Dietmar Ruggenthaler die Haupt- und Volksschule und der Kindergarten umgebaut und renoviert.

Der Turnsaal der Hauptschule wird neu errichtet und als Mehrzwecksaal mit moderner Technik ausgelegt. Er hat sich mittlerweile als Veranstaltungszentrum sehr gut bewährt.



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