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Brauchtum

Der Virger Opferwidder

Der Virger Opferwidder

Zu den interessantesten und eigentümlichsten Bräuchen gehört der Widderzug in Virgen, der immer am ersten Samstag nach Ostern stattfindet. Der Brauch reicht in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Damals herrschte im Virgental die Pest und aus Dankbarkeit für die Erlösung dieser Plage, verlobten die Bewohner von Virgen und Prägraten eine Wallfahrt mit einem weißen Widder nach Lavant.

Manches spricht dafür, dass das Gelübde bereits in der Pestzeit des 14. Jahrhunderts getan und im 17. Jahrhundert erneuert worden ist. Da es bei Übernachtungen und auf dem Heimweg von Lavant zu "unheiligen Übertretungen" kam, schaffte der Pfarrer damals die Wallfahrt nach Lavant ab und seither führt die Prozession nach Obermauern.

Jedes Jahr stellt ein Ortsteil von Virgen oder Prägraten den Widder. Beim Hochamt in der Kirche darf der Widder in der Nähe des Altares stehen. Er wird mit Blumen und bunten Bändern geschmückt. nach der Hl. Messe wird das Tier versteigert und der Erlös kommt der Wallfahrtskirche "Maria Schnee" in Obermauern zugute. Der Gewinner darf den Widder behalten oder weiterverkaufen, es ist nicht so, dass der Widder geopfert (geschlachtet) wird. Dieser Brauch ist einzigartig und reicht in seinem Kern bis in die Römer- oder Keltenzeit zurück.



 


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