Prof. Gottfried Fuetsch
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Seine Frau, Theresia Fuetsch schreibt in der Biographie: Gottfried Fuetsch, geboren am 8. Jänner 1909, war unverkennbar ein Sohn der Tiroler Bergwelt. Denken wir an diesen Mann zurück, erinnern wir uns an eine ausgeprägte, etwas eigenwillige Persönlichkeit, geformt von bäuerlcher Herkunft und dem starken Einfluß seiner Heimat. Mit großer Energie und Schaffensfreude arbeitete er nun in der Abgeschiedenheit des Virgentales am Aufbau einer Existenz. Hinter seiner Bescheidenheit steckte eine fast fanatische künstlerische Besessenheit und schon sehr bald wurde der Name Fuetsch über die Grenzen der Heimat bekannt. Die Kirche und das Land Tirol waren Auftraggeber der ersten größeren Werke und es wurde möglich, ein zweckmäßiges Atelier zu bauen. Obwohl in Virgen lebend, hat dieser Künstler sehr kritisch die zeitgenössische Kunstszene beobachtet, er blieb offen für viele Formprobleme, erzielte eine bemerkenswerte Entwicklung bis hin zum Kubismus und in der 5 m hohen Großplastik "Christophorus" hat er diese Kunstrichtung bildhauerisch erstmals nach Osttirol gebracht. Fuetsch strebte einer expressiven Gestaltung zu. Sein Schaffen stand unter einem inneren Gebot, sein Gestaltungstrieb reifte in Jahrzehnten unermüdlicher Arbeit zu einer Meisterschaft heran, die vielleicht gerade in der heutigen Zeit des Experimentierens, des Suchens nach Neuem, Sensationellem anerkennende Berechtigung hat. Besonders die Werke seiner letzten zwei Lebensjahrzehnte vermitteln dem Betrachter in ihrer Geschlossenheit und rhytmischen Form Lebensfreude und Ruhe. Fuetsch arbeitete sehr viel und gerne in Linden- und Lärchenholz, er begann 1956 mit seiner Großplastik das Material "Stein" zu schätzen und interessierte sich im letzten Jahrzehnt seines Lebens intensiv für die Gestaltung von Figuren in Bronze. |
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