Kraftwerk

Die Gemeinden Prägraten a.G. und Virgen sowie die Fa. INFRA Project Development GmbH, Innsbruck, planen, die Wasserkraft an der Isel zur Energieerzeugung zu nutzen. Es wurde bereits ein Konzept zur Umweltverträglichkeitserklärung erarbeitet. Auf dieser Grundlage soll ein Gemeinschaftskraftwerk mit den Gemeinden Prägraten a.G. und Virgen weiter bearbeitet werden.

Hier eine kurze Beschreibung des vorläufigen Projektes:

  • Wasserfassung mit einem Tagesspeicher (ca. 250.000 m³) zwischen Ströden und Hinterbichl,
  • Triebwasserführung in einem Stollen (ca. 3 m Durchmesser) in der nördlichen Talflanke (Länge ca. 11,5 km),
  • Krafthaus und Schwallausgleichbecken in Mitteldorf, Unterpöllach.

Technische Daten:

  • Ausbaudurchfluss: 15 m³/sec
  • Leistung: 47 MW
  • Jahresarbeitsvermögen: 140 GWh (Strom für ca. 40.000 Haushalte)
  • Kosten: 144 Mio €, spezifische Kosten: 1,03 €/kWh

Projektgesellschaft:

Das Kraftwerkprojekt wird von den Gemeinden Prägraten a.G. und Virgen gemeinsam mit der Fa. INFRA Project Development (www.infra.at) untersucht. Die Gemeinden und INFRA wollen eine Projektgesellschaft gründen

Sicht der Gemeinden und Zweck für die Gemeinden:

Virgen und Prägraten a.G. sind "Energiebewusste Gemeinden" und beteiligen sich am e5-Programm des Landes Tirol (mehrere Auszeichnungen z.B. Europäischer Energy Aeard in Gold für Virgen, Klimaschutzgemeinde 2009 etc.) Beide Gemeinden leisten enorme Beiträge für den Naturschutz (z.B. Nationalpark, Natura 2000 etc.). Für beide Gemeinden stehen im Vordergrund:

  • die Nutzung der eigenen Ressourcen (Sonne, Holz, Wasser, Geothermie, Sparen) - in Grundsatzerklärungen des Gemeinderates festgeschrieben
  • ein weiterer Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Nachhaltigkeit
  • die Sicherung des Lebensraumes Virgental und die Aufrechterhaltung der Lebensqualität für die Menschen
  • Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit
  • eigene Nutzung der Wasserkraft zum Nutzen der Bewohner und der Gemeinden.

Ökologische Beurteilung:

Eine erste Beurteilung des Kraftwerkprojektes aus Sicht des Naturschutzes und der Gewässerokologie zeigt, dass eine behutsame Planung mit Minimierung der Auswirkungen und mit Kompensationsmaßnahmen notwendig ist. Eine reine wirtschaftliche Betrachtung wäre nicht zulässig.

Nationalpark:

Der Nationalpark ist durch das geplante Projekt nicht berührt.

Planungsstand:

Zur Beurteilung des KW-Projektes wurde ein UVE-Konzept bei der Behörde eingereicht, in ca. 3 Monaten soll das Ergebnis vorliegen. Auf der Basis der Ergebnisse entscheiden die Projektwerber über das weitere Vorgehen.

Verfahren nach dem UVP-Gesetz:

Bei dem Verfahren muss das Projekt in den betroffenen Gemeinden aufgelegt werden und alle Gemeindbürger haben das Recht auf eine Stellungnahme.

Für Rückfragen stehen zu Verfügung: