Landwirtschaft

Landwirtschaft

 

Foto Walter Berger

 

 Viehausstellung

Landwirtschaft

Von den 8.800 ha der Gemeindefläche werden 3.400 ha landwirtschaftlich genutzt.

In einem Zeitraum von 40 Jahren (also rund einer Generation) hat fast die Hälfte der Bauern die Landwirtschaft aufgegeben, verkauft oder verpachtet. Von den 145 verbliebenen Höfen werden die meisten im Nebenerwerb bewirtschaftet.

Almen und Bergmähder bilden die alpine Kulturlandschaft schlechthin, daher spielt die wirtschaftliche, wie kulturelle Beratung und Förderung der bergbäuerlichen Bevölkerung eine große Rolle.

Auf die Erhaltung und Pflege der Wohn- und Wirtschaftsgebäude auf den Almen, der Holzzäune und Steinwälle, der Brunntröge und Quellfassungen, der seit altersher benutzten Viehtriebe, Hirtensteige, Saumpfade, Almkapellen, Marterln und Wegkreuze wird sehr großer Wert gelegt.

Vorherrschende Hofformen sind das "Paarhaus" und das alpenländische "Einhaus".

Als der Mensch vor ca. 3.800 Jahren die erste Dauersiedlung in den Osttiroler Tauerntälern anlegte, war die Gestaltung seines Lebens- und Wirtschaftsraumes an jene Grenzen gebunden, welche die Natur auferlegte. Das Erkennen dieser Grenzen war ein jahrhundertelanges Versuchen und Irren, ein hin- und herwogende Auseinandersetzung, um Naturgewalten Raum abzugewinnen. Erfindungsgeist, die Bereitschaft zu mühevollster Arbeit und letztendlich wohl auch das Gespür für die Belastbarkeit des Naturraumes haben vor allem im Virgental eine eindrucksvolle Kulturlandschaft entstehen lassen.

Die technischen Errungenschaften dieses Jahrhunderts allerdings haben die Ausgewogenheit in vielen Gebieten Europas empfindlich gestört. Es ist nun die Natur, die sich gegen den Mensch behaupten muß - oft ohne jede Chance. Hochleistungsflächen in der Landwirtschaft lassen nur eine Struktur zu: eben, maschinengerecht gesäubert von Felsbrocken, Steinen und Sträuchern.

In den Virger Feldfluren blieb jedoch die alte Kleinstrukturiertheit erhalten. Hecken als lebende Zäune zwischen den Feldern und Klaubsteinmauern strahlen eine eigenartige, im Alpenraum sehr selten gewordene Faszination aus. Sie sind nicht nur als Kleinbiotope ökologisch besonders wertvoll, sondern auch aus kultuhistorischer Sicht bedeutend.



Viehbestand

 

Foto Walter Berger

Viehbestand

Das Hauptaugenmerk in der örtlichen Landwirtschaft gilt also nach wie vor der Rinderzucht, wozu auch die 74 Almen gute Bedingungen bieten.

Pferde werden nur mehr als "Hobby" gehalten, und der Aufwärtstrend bei den Ziegen ist wahrscheinlich auf den Bauernladen zurückzuführen - Ziegenmilch und Ziegenkäse sind begehrte Produkte!

Gesamtviehbestand in Großvieheinheiten im Jahre 2000: 1.235

103 Tierbesitzer
1.490 Rinder
14 Pferde
151 Schweine
703 Schafe und Ziegen
680 Geflügel

Quelle: Tirol Atlas, Geographie Innsbruck


Bauernladen

 

Bauernladen

Seit 1993 gibt es in Virgen einen Bauernladen, in dem Bauern aus dem Dorf ihre Produkte zum Verkauf anbeiten.

Öffnungszeiten des Bauernladens im Ortszentrum von Virgen:
Freitag, 15:00 - 18:00 Uhr
Samstag, 09:00 - 12:00 Uhr
Von Juli bis September ist der Bauernladen auch am Mittwoch und Donnerstag von 15:00 - 18:00 Uhr geöffnet.

Nähere Informationen unter: 0664 3041177  >> Bauernladen Virgen >>